Verdauungserkrankungen

Wenn Verdauungssymptome immer wiederkehren, fragt man sich natürlich, ob eine benannte Erkrankung dahintersteckt. Dieser Ratgeber erklärt die häufigsten in einfacher Sprache – was sie sind, wie sie sich unterscheiden und wann Symptome eine Abklärung verdienen. Es ist Hintergrundwissen für das Gespräch mit einer Ärztin, kein Weg zur Selbstdiagnose.

Kurz gesagt: Die meisten wiederkehrenden Darmsymptome sind nicht gefährlich, aber Erkrankungen wie Reizdarm, CED und SIBO haben unterschiedliche Ursachen und Behandlungen. Nur eine Ärztin kann sie diagnostizieren. Anhaltende Symptome – besonders mit Blut, Gewichtsverlust oder Schmerzen – sollten immer abgeklärt werden.

Die hier behandelten Erkrankungen

  • Reizdarm (Reizdarmsyndrom) – eine häufige Funktionsstörung des Darms, ohne sichtbare Schädigung. Reizdarm-Ratgeber →
  • CED (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) – Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die eine echte Entzündung beinhalten. CED erklärt →
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung) – zu viele Bakterien im Dünndarm. SIBO-Überblick →
  • "Leaky Gut" – ein populärer Begriff; hier ist, was die Wissenschaft stützt und was nicht. Leaky Gut und die Evidenz →

Reizdarm vs. CED: ein wichtiger Unterschied

Diese Bezeichnungen klingen ähnlich, sind aber sehr verschieden. Reizdarm ist ein Problem damit, wie der Darm funktioniert – er verursacht echte Symptome wie Schmerzen, Blähungen und veränderte Stuhlgewohnheiten, schädigt den Darm aber nicht. CED beinhaltet eine echte Entzündung und Schädigung des Verdauungstrakts und ist eine eigenständige medizinische Diagnose. Sie zu unterscheiden erfordert eine Ärztin, denn die Warnzeichen der CED (wie Blut im Stuhl und Gewichtsverlust) brauchen eine ordentliche Abklärung.

Was diese Erkrankungen gemeinsam haben

Viele Darmerkrankungen überschneiden sich in ihren Alltagssymptomen – Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Genau diese Überschneidung ist der Grund, warum Selbstdiagnose unzuverlässig ist und warum das Protokollieren deines Musters im Zeitverlauf beim Arztbesuch so nützlich ist.

Warnzeichen, die immer eine Ärztin brauchen

  • Blut im Stuhl oder schwarzen, teerartigen Stuhl
  • ungewollten Gewichtsverlust
  • eine anhaltende Änderung der Stuhlgewohnheiten über mehr als 2-3 Wochen
  • Symptome, die dich nachts wecken
  • eine familiäre Vorgeschichte von Darmerkrankungen

Wie Protokollieren bei der Diagnose hilft

Funktionelle Darmerkrankungen werden oft zum Teil aus dem Muster deiner Symptome erkannt – ihrem Zeitpunkt, ihren Auslösern und wie sie sich verändern. PoopID erfasst deinen Bristol-Typ, die Farbe und die Häufigkeit aus einem Foto und gibt dir und deiner Ärztin eine klare Vorgeschichte, statt dich auf das Gedächtnis zu verlassen.

Wichtig: Die Artikel dieser Reihe sind erklärend. Die Diagnose einer Verdauungserkrankung erfordert eine medizinische Fachperson. Wenn deine Symptome anhaltend, stark sind oder ein Warnzeichen enthalten, wende dich an eine Ärztin.

  • Quellen:
  • NIDDK — Verdauungskrankheiten. niddk.nih.gov
  • NHS — Reizdarm, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa. nhs.uk

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Reizdarm und CED?

Reizdarm ist ein Problem damit, wie der Darm funktioniert, und schädigt ihn nicht. CED (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) beinhaltet echte Entzündung und Schädigung. Es sind eigenständige Diagnosen, und nur eine Ärztin kann sie unterscheiden.

Kann ich eine Darmerkrankung selbst diagnostizieren?

Nein. Viele Verdauungserkrankungen teilen Symptome wie Schmerzen, Blähungen und veränderte Stuhlgewohnheiten, daher ist Selbstdiagnose unzuverlässig. Eine Ärztin nutzt deine Vorgeschichte und Tests zur Diagnose.

Welche Darmsymptome brauchen immer eine Ärztin?

Blut im Stuhl, schwarzen teerartigen Stuhl, ungewollten Gewichtsverlust, eine anhaltende Änderung der Stuhlgewohnheiten über mehr als 2-3 Wochen und Symptome, die dich nachts wecken.

Ist SIBO dasselbe wie Reizdarm?

Nein, auch wenn sie sich überschneiden und Symptome teilen können. SIBO ist eine Überbesiedlung mit Bakterien im Dünndarm. Eine Ärztin kann beurteilen, ob SIBO zu deinen Symptomen beiträgt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei besorgniserregenden Symptomen an eine qualifizierte medizinische Fachperson.

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